Da das Golf Austria Team® heuer nicht am 144er Turnier in Bad Griesbach teilnimmt, wurde beschlossen, die Gelegenheit zu nutzen und die Ende Juni in diesem Ressort veranstalteten Turniere zu spielen.
Die Hoffnung, dass zu dieser Jahreszeit noch annehmbare Temperaturen vorherrschen, wurde jedoch rasch aufgegeben. Schon die Wettervorhersage kündigte eine Hitzewelle an, und ausnahmsweise behielten die Meteorologen diesmal recht.
Am Sonntag, den 21. Juni machten sich Gerhard Kraus und Thomas Kammer recht früh auf den Weg zu unseren Lieblingsnachbarn, wenig später dann Michael Plank und Peter Mück.
Untergebracht waren wir diesmal im Blumenhof, ein kleines Hotel im Ressort, wo es abgesehen von der nicht vorhandenen Klimaanlage recht gemütlich war.
Gerhard und Tom genossen bereits die erste Maß Bier, als Michael und Peter zu ihnen stießen, um erst einmal einen kleinen Nachmittagsimbiss zu sich zu nehmen.
Über die Startzeiten hatten wir uns bereits informiert, ungewöhnlich war der Kanonenstart, was bei Strawberry-Turnieren sonst nicht üblich ist. Allerdings wurde nach dem Turnier eine Siegerehrung abgehalten, was ebenso ungewohnt war. Diese Vorgangsweise wurde bei allen im Ressort veranstalteten Turniere beibehalten.
Später dann nahmen wir noch beim örtlichen Griechen ein ausgiebiges Abendessen zu uns, um dann mehr als satt ins Bett zu fallen und trotz der Hitze ein paar Stunden Schlaf zu finden..
Das erste Turnier wurde am Montag, den 22. Juni am Porsche-Kurs ausgetragen, wo auch Herbert Hofstätter zu uns stieß.
Im Gutshof Penning wurden von Gerhard und Tom erst mal der Flüssigkeitshaushalt in Ordnung gebracht, Michael und Peter besuchten kurz die Driving Range. Die Sonne schien unbarmherzig vom strahlend blauen Himmel, wodurch sich die Temperatur bereits am Vormittag in grenzwertige Höhe kletterte.
Am Weg zu unserem ersten Abschlag wurde schnell klar, dass dies ein anstrengender Tag werden würde. Michael und Peter gönnten sich den Luxus eines Carts, was die Angelegenheit erträglicher machte. Gerhard und Tom zeigten sich von ihrer sportlichen Seite und bewältigten den Kurs zu Fuß.
Der Platz selbst litt ebenfalls unter der vorherrschenden Hitze und Trockenheit, die sonst gepflegten grünen Fairways hatten sich zu einer Rumpelpiste mit unzähligen kahlen Stellen entwickelt. Demzufolge versprangen sich die Bälle oftmals unkontrolliert, was eine gezielte Platzierung der Schläge schwierig machte. Zwar wurde Besserlegen auf der gesamten Spielbahn gestattet, aber selbst das half nicht sonderlich weiter. Im Gegensatz dazu waren die Grüns unangenehm langsam, was ebenfalls überraschte.
Die dem Kanonenstart geschuldeten Stehzeiten bei jedem Abschlag trugen nicht gerade zu einem angenehmen Spielfluss bei. Dementsprechend quälten wir uns knapp 6 Stunden über den Platz, bis wir endlich von der Hitze gezeichnet wieder im Clubhaus ankamen.
Zwar durften wir uns trotz der wetterbedingten Umstände über respektable Ergebnisse freuen, einen Platz auf der Siegertreppe verpassten Michael und Peter jedoch knapp.
Da wir bereits im Gutshof Penning unser Abendessen zu uns genommen hatten, gab es im Hotel nur noch einen kurzen Umtrunk, ehe wir uns wieder zur Ruhe begaben.
Am Dienstag, den 23. Juni stand Golfplatz Lederbach auf dem Turnierplan, welcher für die meisten von uns noch unbekannt war. Lediglich Michael kannte diesen, und trotz der angekündigten herausfordernden Topografie des Platzes riskierten Gerhard und Tom wieder die sportliche Variante und machten sich zu Fuß auf den Weg. Schon der Weg zu unserem ersten Abschlag auf Tee 8, welcher über das Loch 9 führte, ließ jedoch Zweifel aufkommen, ob diese Entscheidung richtig war. Loch 9 glich eher einer Skipiste als einer Spielbahn auf einem Golfplatz. Michael und Peter machten es sich wieder in einem Cart gemütlich.
Zwar bot der Kurs aufgrund dichteren Baumbestandes mehr Schatten als am Vortag, die mehr als hügeligen Bahnen und die wieder fast unmenschlich hohe Temperatur ließen die Runde allerdings wieder zu einer kräfteraubenden Partie werden. Zudem waren die einzelnen Löcher mehr als herausfordernd. Hängende Fairways, enge Passagen und teils blinde Schläge, Platzkenntnis wäre hier von entscheidendem Vorteil. Trotz alledem waren wir uns einig, dass dieser Golfplatz durchaus schön und interessant ist.
Als dann endlich das letzte Loch gespielt wurde, stand uns noch ein mühsamer und langer Weg zurück ins eher bescheidene Clubhaus bevor. Um den Ansturm zu bewältigen, wurde die Siegerehrung im Clubhaus des GC Brunnwies abgehalten, leider wieder ohne direkte Beteiligung von uns. Dafür konnten wir wenigstens unseren Hunger und Durst stillen, ehe wir zurück ins Quartier fuhren, um eine erfrischende Dusche zu genießen.
Für den dritten Tag, Mittwoch der 24. Juni, begaben wir uns nach Uttlau, wo wieder ein uns bestens bekannter Platz auf uns wartete. Diesmal wählten auch Gerhard und Tom die kräfteschonende Variante, mit dem Cart ist der hügelige Platz eben doch leichter zu bewältigen. Dieser Platz zeigte sich von der Trockenheit nahezu unbeeindruckt, erstaunlich saftige Fairways und angenehm schnelle Grüns erwarteten uns, und auch die Stehzeiten auf den Abschlägen hielten sich trotz Doppelbelegung in Grenzen. Dementsprechend fielen auch die erspielten Ergebnisse durchaus erfreulich aus.
Nach überstandener Hitzeschlacht genossen wir im Clubhaus des Gutshof Uttlau die dort bekannter Maßen sehr gute Küche. Lediglich die Lage im Innenhof ließ wenig Luftzug aufkommen, wodurch es dort zunehmend unangenehm wurde. Dennoch wurde die Siegerehrung noch abgewartet, immerhin durfte sich Peter über den zweiten Platz in seiner Nettogruppe freuen.
Zurück im Quartier wurde der abendliche Umtrunk eher kurz gehalten, die Müdigkeit war jedem schon anzumerken, und so war bald wieder Bettruhe angesagt.
Schließlich stand am letzten Tag, Donnerstag der 25. Juni, der für uns gänzlich neue Platz Bella Vista in Bad Birnbach auf dem Programm, welcher nicht direkt zum Golfressort Bad Griesbach gehört. Dennoch war die Anfahrt recht kurz, angesichts der bereits herrschenden Hitze wurde jedoch wieder auf die Range verzichtet.
Diesmal wurde klassisch gestartet, und zum Glück waren unsere Startzeiten ziemlich am Anfang des Feldes. Schon der Weg zum ersten Abschlag ließ erahnen, dass uns auch heute kein wirklich ebener Platz erwartet. Die Fairways wieder recht trocken, die Grüns allerdings in gutem Zustand, bestand die Herausforderung mehr in den durchaus interessanten Spielbahnen. Immer wieder blinde Schläge, überraschende Doglegs und Schluchten, welche es zu überwinden galt, machen diesen Platz nicht gerade einfach. Zumindest konnten wir dank Cart immer wieder vorausfahren, um uns wenigstens einen ungefähren Überblick über den Verlauf der Spielbahn zu machen. Auch die Wege zwischen den Löchern waren mit bis zu 450m teilweise beachtlich. Dennoch ein Platz, den man einmal gespielt haben sollte.
Zurück im Clubhaus saßen wir noch ein Weilchen mit unseren durchaus netten deutschen Flightpartnern zusammen. Leider gab es diesmal keine Siegerehrung, denn Michael hatte einen tollen Tag und hat den ersten Platz erreicht.
Den letzten Abend ließen wir dann beim Italiener ausklingen, ehe wir erschöpft in unsere Betten fielen.
Am Freitag, den 26. Juni machten wir uns dann auf die Heimreise. Trotz der herausfordernden Wetterbedingungen war es wieder einmal eine gelungene Golfwoche.








